Oberstufe [10 ǀ 11 ǀ 12]

Gemäß der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen vom 12.3.2009 (APO-GOSt) umfasst die Oberstufe unseres Gymnasiums

In der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10) findet der Unterricht ausschließlich in dreistündigen Grundkursen statt. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens elf Kurse belegen (zehn Kurse aus dem Pflichtbereich, einen Kurs aus dem Wahlbereich). Da im weiteren Verlauf der Oberstufe nur solche Fächer weiterbelegt und gewertet werden können, die schon ab der Jahrgangsstufe 10 gewählt wurden, geht unsere Empfehlung beim Eintritt in die Oberstufe dahin, die Wahl möglichst vielfältig vorzunehmen und sich dadurch eventuelle Alternativen offen zu halten.

Beispielsweise zeigen sich beim Wahlvorgang der Schülerinnen und Schüler immer wieder Unsicherheiten, ob sie einen sprachlichen oder naturwissenschaftlichen Schwerpunkt wählen sollen und welche Konsequenzen dies für die Abiturqualifikation hat. Auch sind sie sich keineswegs sicher, welche Gesellschaftswissenschaft bzw. welche Naturwissenschaft als „Pflichtgesellschaftswissenschaft“ bzw. „Pflichtnaturwissenschaft“ belegt werden soll. Ebenso soll ihnen die Möglichkeit eingeräumt werden, in der Sekundarstufe II neu einsetzende Fächer wie Spanisch oder Erziehungswissenschaft kennen zu lernen.

Um eine vorschnelle „Einengung“ und einen frühzeitigen Verzicht zu vermeiden, ermöglichen wir den Schülerinnen und Schüler die Wahl von bis zu zwölf Kursen (d. h. maximal 36 bzw. 37 – wenn Spanisch gewählt wird – Wochenstunden).

Eine Abwahl später nicht mehr gewünschter Fächer des Wahlbereichs kann halbjährlich erfolgen.

Im Stundenplan werden für 36 bzw. 37 Wochenstunden zwölf bzw. dreizehn dreistündige Kursblöcke vorgesehen, wobei bei sechsstündigem Vormittagsunterricht zehn Kurse vormittags und zwei bzw. drei Kurse am Nachmittag stattfinden.

In der Qualifikationsphase 1 (Jahrgangsstufe 11) und Qualifikationsphase 2 (Jahrgangsstufe 12) wählen die Schülerinnen und Schüler aus dem Kontingent der Kurse, die sie in der Jahrgangsstufe 10 belegt haben, zwei Leistungskurse aus, die fünfstündig unterrichtet werden. Ein Leistungskursfach muss eine aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache oder Mathematik oder eine Naturwissenschaft oder Deutsch sein, das zweite Leistungskursfach richtet sich nach dem Angebot der Schule. Unserer Schule ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler verlässlich aus einem „stabilen“ Leistungskursfach-Angebot auswählen können. Seit etlichen Jahren werden daher Leistungskurse in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Erdkunde, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik, Chemie und Biologie eingerichtet.

Neben den Leistungskursen wählen die Schülerinnen und Schüler nach bestimmten Bedingungen, die eine Abdeckung des gesamten Fächerkanons garantieren, sieben bis acht Grundkurse aus (d. h. sie haben maximal 34 bzw. 35 – wenn Spanisch gewählt wird – Wochenstunden). Auch bei dieser Wahl wird den Schülerinnen und Schülern bei Unsicherheiten bzgl. der Wahl der Abiturgrundkursfächer oder der Pflichtnaturwissenschaft bzw. Pflichtgesellschaftswissenschaft empfohlen, sich eventuelle Optionen offen zu halten. Ist im Verlauf des weiteren Oberstufendurchgangs schließlich eine fundierte Entscheidung gefallen, können nicht mehr gewünschte überzählige Fächer des Wahlbereichs jeweils nach einem Kurshalbjahr abgewählt werden.

Die Verteilung der Wochenstunden sieht im Stundenplan der Jahrgangsstufen 12/13 dreißig Kursstunden am Vormittag und vier bis fünf Kursstunden am Nachmittag vor.

Am Ende des zweiten Halbjahrs der Qualifikationsphase 2 (Jahrgangsstufe 12) findet die Abiturprüfung statt. Die Prüfung wird abgelegt in den beiden Leistungskursfächern und zwei nach bestimmten Bedingungen wählbaren Grundkursfächern. Auch hierbei soll das gesamte Fächerspektrum abgedeckt werden.

Die Prüfung in den beiden Leistungskursfächern und in einem Grundkursfach erfolgt schriftlich, die Aufgaben werden vom Schulministerium zentral gestellt. In dem zweiten Grundkursfach unterziehen sich die Schülerinnen und Schüler einer mündlichen Prüfung, die von dem jeweiligen Fachlehrer bzw. der Fachlehrerin vorbereitet wird.