Erdkunde

Jan Vermeer, Der GeographDas Fach Erdkunde zeichnet sich durch eine wichtige Brückenfunktion aus. Es stellt eine Verbindung zwischen natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Denkweisen her. Ein wichtiges Ziel von Erdkundeunterricht ist es also, Einsicht in die Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und deren menschlicher Inwertsetzung zu vermitteln.

Der Erdkundeunterricht vermittelt Regionalbewusstsein (z. B. in Bezug auf den eigenen Nahraum) und setzt sich mit Deutschland, Europa und einer immer mehr globalisierten Welt auseinander. So gelingt es, Räume auf unterschiedlichen Maßstabsebenen sowie deren Vernetzung zu untersuchen. Typisch für den Erdkundeunterricht ist die Betrachtung internationaler, besonders auch grenzüberschreitender Verflechtungen. Erkenntnisse dieser Art sind Voraussetzungen für die Entwicklung nachhaltiger Lösungskonzepte auf politischer, sozialer und ökonomischer Ebene.

Die Vermittlung der räumlichen Orientierungskompetenz ist ein wichtiges Merkmal des Erdkundeunterrichtes. Nur so kann es gelingen, geographische Erkenntnisse über einen Raum zu gewinnen und diesen angemessen wahrzunehmen.

Der Erdkundeunterricht vermittelt vielfältige Methoden (z. B. geographische Informationssysteme) und integriert das Arbeiten vor Ort.

Gemäß dem Prinzip der Aktualität greift der Erdkundeunterricht unmittelbar interessierende Themen auf. Er setzt sich z. B. mit der planerischen Ausgestaltung von Räumen auseinander, die sich für jeden mündigen Bürger etwa bei der Landes- und Regionalplanung, bei der Flächennutzungsplanung und der Aufstellung von Bebauungsplänen zeigt.