Känguru-Wettbewerb

Jedes Jahr können junge Menschen, die sich gut aufs logische Kombinieren verstehen, große Sprünge machen – im international ausgetragenen und seit 1995 auch in Deutschland beliebten „Känguru-Wettbewerb„. Er hat zum Ziel, das Fach Mathematik populärer zu machen und auf dem Weg über knifflige Aufgaben, die zum Knobeln und Kombinieren einladen, das Interesse an mathematischen Fragestellungen zu fördern. Im Jahr 2018, dem 24. seit Bestehen des Wettbewerbs, waren in Deutschland mehr als 900.000 Schülerinnen und Schüler dabei, über 11.000 Schulen haben sich beteiligt. Auch das Evangelisch Stiftische Gymnasium war – wie in den letzten Jahren schon – erfolgreich vertreten.

Einige der Aufgaben beinhalteten Fragestellungen, denen wir im täglichen Leben unmittelbar begegnen; in anderen Aufgaben ging es um das Schließen, das Strukturieren, auch das effektive Rechnen, wie es bei realen Problemen gebraucht wird. Logisches Denken, das Bilden von Begriffen, Definieren, Kombinieren, das Entdecken von Strukturen, geometrisches Vorstellungsvermögen, Schätzen, ein gutes Gefühl für Größenordnungen, das Erkennen von Zusammenhängen und von Widersprüchen – all dies wird tagtäglich gebraucht und im Mathematikunterricht in besonderem Maße geübt.

Känguru der Mathematik

In der Aula des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums wurden wie immer am letzten Tag des Schuljahres die Auszeichnungen an die jungen Denksportler vergeben. Sie erhielten eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Ausgezeichnet wurden die Besten ihres Jahrgangs sowie diejenigen, für die aufgrund der erreichten Punktzahl ein Preis ausgelobt wurde. Die Preisträger 2018: Selma Hummel und Judith Kempe (5a), Frida Kaminski (Klassensiegerin 5b), Lenny Roberg (5c), Fiete Wittenstein (Klassensieger 5d); Sabine Kessling und Katinka Lienau (6a), Georg und Ludwig Reinkemeier (6b), Erik Schmalhorst und Vicky Hanhöver (6c), Max Zhou (6d), Magnus Strauß (6e); Felix Weßeler (Klassensieger 7b), Amelie Eube (7c), Emma Prawiro (7e); Marisa Walbaum (8a), Julian Lietzau (Klassensieger 8b), Lauritz Klosterkamp (Klassensieger 8c); Maxim Weber (Klassensieger 9a), Carl Kaese und Tino Klahn (9b). In der Jahrgangsstufe EF erreichte Izla Gündüz, in der Q2 Amy Zhou die höchste Punktzahl.

Jahrgangsbeste und Klassensieger des Känguru-Wettbewerbs 2018 (Foto: Oliver Rachner)

Die Anfänge dieses mathematischen Wettkampfs liegen in Australien. Von der Idee begeistert, holten zwei französische Mathematiklehrer das Känguru nach Europa. 1994 wurde in Paris die Association Kangourou sans frontières gegründet, die seitdem die Vorbereitung der Aufgaben in den über 50 Teilnehmerländern koordiniert. Die Aufgaben sind in allen Ländern gleich und werden auf der ganzen Welt am selben Tag, dem dritten Donnerstag im März, bearbeitet. In Deutschland zeichnet der Mathematikwettbewerb Känguru e.V. an der Berliner Humboldt-Universität für die Durchführung verantwortlich.